

Psychoanalytisches Seminar Düsseldorf e. V.
Wer wir sind
Das Psychoanalytische Seminar Düsseldorf (PSD e.V.) besteht seit 1979, seit 1992 als eingetragener gemeinnütziger Verein. Es hat als vorrangiges Ziel die Förderung und Verbreitung der nicht-heilkundlichen, berufsbezogenen und kulturpsychoanalytischen Anwendung der Psychoanalyse.
Damit folgen wir den Gedanken Sigmund Freuds, die Psychoanalyse sei weit über den klinischen Bereich hinaus in Kultur, Gesellschaft und Wissenschaften anwendbar; hierzu müsse für Menschen auch aus nicht-heilkundlichen Berufsgruppen Zugang zur psychoanalytischen Methode geschaffen werden.
Was wir tun
Eine solche Zugangsmöglichkeit im Sinne der Laienanalyse1 bietet unser Seminar an.
Dieses Angebot richtet sich vor allem an Angehörige von pädagogischen, seelsorglichen, psychosozialen sowie gesellschafts- und kulturwissenschaftlichen Berufen, die mehr über die Theorie der Psychoanalyse erfahren und diese Sicht in ihren Beruf integrieren wollen.
Darüber hinaus ist unser Verein für seine Mitglieder ein Ort beständiger Reflexion, Intervision und Diskussion in Fragen der Anwendung der Psychoanalyse, denn „Die Psychoanalyse ist eine gesellige Angelegenheit.“ (S. Freud)2
Die Verbindung von
- eigenem Beruf,
- psychoanalytischer Selbsterfahrung,
- theoretischer Auseinandersetzung,
- gemeinsamer Arbeit in unterschiedlichen Gruppen
bilden den Rahmen der Auseinandersetzung mit Psychoanalyse und der eigenen Person im Gruppenkontext.
Unser Fundament sind die Arbeiten Sigmund Freuds. Weiterführende Entwicklungen der Psychoanalyse seit Freud und ihre Bedeutung für Theorie und Praxis spielen eine wichtige Rolle. Zusammen mit der Interdisziplinarität durch die verschiedenen Berufsgruppen führt dies zu einer Erweiterung der persönlichen, beruflichen und psychoanalytischen Perspektive.
Derzeit bestehen folgende Arbeitsgruppen:
- Psychoanalyse und Kunst
- Psychoanalyse und Beratung
- Sprache und Psychoanalyse
- Freud-Lesegruppe
- Psyche Lesegruppe
- Kasuistik
Die Gruppen treffen sich in regelmäßigen Abständen zur gemeinsamen Arbeit.
Zweimal im Jahr besteht für alle Vereinsmitglieder die Möglichkeit zur Teilnahme an einer gemeinsamen Supervision mit einem externen Supervisor zur Reflexion der Prozesse im Verein und in den Gruppen.
Einmal in Jahr treffen sich alle Vereinsmitglieder und Interessierte zu einem (inhaltlichen/thematischen) Austausch an einem Sonntagnachmittag.
Jeweils im Herbst findet eine gemeinsame Tagung mit Kolleginnen und Kollegen aus dem psychoanalytischen Seminar München von Freitag bis Sonntag statt. Mit Vorträgen und Werkstattberichten wird ein vorher benanntes Schwerpunktthema bearbeitet.
Unsere Geschichte
Das PSD wurde 1979 gegründet und besteht seit 1992 als eingetragener, gemeinnütziger Verein.
Das PSD ist Mitglied der Gesellschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie (GPP e.V.). Die GPP als unser Dachverband wurde 1981 von Dr. Wolfgang Trauth, München, und Dr. Friederich Diergarten, Düsseldorf, gegründet. Eine Vorläufergesellschaft bestand seit Ende der 70-er Jahre.
Die Gründer waren der Gruppenanalyse und der Psychoanalyse im Sinne Freuds und deren Weiterentwicklungen verbunden. Das Hauptinteresse lag in der Verbindung des eigenen Berufsfeldes mit einer kulturanalytischen Perspektive. Teilnehmenden aus vielen psychosozialen und anderen Praxisfeldern akademischer und nichtakademischer Art stand von Anfang an die Weiterbildung offen.
Neue Erkenntnisse und veränderte Bedingungen haben immer wieder Anpassungen der Weiterbildung erforderlich gemacht. Zurzeit besteht eine selbstbestimmte Form der Weiterbildung, die den persönlichen und beruflichen Interessen der Teilnehmenden Rechnung trägt.
Unsere Struktur
Das PSD ist ein eingetragener Verein. Einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand wird alle 4 Jahre aus den Reihen der Mitglieder gewählt. Mitglied werden kann, laut Vereinssatzung, jede interessierte Person, die eine eigene Selbsterfahrung sowie längerfristige theoretische Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse im Gruppenkontext vorweisen kann.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt derzeit 75,00 € im Jahr.
Die GPP e.V. fungiert als Dachverband. Die eigentliche Weiterbildungsarbeit wird in den Psychoanalytischen Seminaren München (PSM) und Düsseldorf (PSD) geleistet. Die Jahrestagung wird durch die GPP ausgerichtet.
Wer kann mitmachen?
Eingeladen zur Mitarbeit sind Menschen, die sich für Psychoanalyse interessieren und eine eigene Selbsterfahrung mitbringen. In welchem Rahmen die Mitarbeit möglich ist, wird gemeinsam in Gesprächen mit dem Vorstand geklärt.
In Kontakt kommen
Per Brief oder Kontaktformular kann Kontakt mit den Vorstandsmitgliedern aufgenommen werden. Dort werden die weiteren Schritte geklärt.
Literaturhinweis
- Freud, S.: Die Frage der Laienanalyse (1926)
- nach Sterba, R. in: Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse XX 1934 Heft 1, S66 ff